Verblüffende Statistiken über die Risiken unseres Lebens


«Statistisch gesehen sind wir eigentlich tot», stellen die beiden Journalisten Cord Balthasar und Thorsten Wiese nach der Arbeit an ihrem neuesten Werk lapidar fest. Denn die Chance, dass es zu einer Schwangerschaft kommt, seien minimal und «vom ersten Augenblick an» sei das Leben darauf angelegt, uns umzubringen – «mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von 100 Prozent».

Für ihr soeben erschienenes Buch Warum Kugelschreiber tödlicher sind als Blitze haben sich die beiden Autoren durch Berge von Statistiken gearbeitet, unser Leben von der Zeugung bis zur Bahre in Zahlen, Tabellen und Graphen ausgedrückt. Herausgekommen ist durchaus Bemerkenswertes, sehr oft Überraschendes und der eine oder andere Aha-Effekt ist garantiert. Etwa, dass es achtmal wahrscheinlicher ist, von einem Polizisten erschossen zu werden, als Opfer eines Terroranschlags zu werden; oder dass sich das Todesrisiko durch einen Sturz im Haushalt dem im Straßenverkehr gleichkommt; oder dass die weltweit (!) zwölf tödlichen Haiangriffe 2011 verschwindend sind angesichts von mindestens 300 Todesfällen jährlich allein in Deutschland durch verschluckte Kugelschreiberteile (angenommene Dunkelziffer weit höher).

Aber nicht nur wegen der Beschäftigung mit den Chancen eines Überlebens passt vorliegendes Buch thematisch gut in die Rubrik Karriere. Kapitel fünf widmet sich auf 20 Seiten auch dem Thema «Arbeit & Beruf». Die Autoren klären den Leser nicht nur darüber auf, dass Menschen mit höherer Schulbildung seltener chronisch krank werden, dass Pendler unter größerem Stress stehen als Kampfjetpiloten und welches die gefährlichsten Jobs der Welt sind.

Foto: Olly/Fotolia.com
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